Sofia Vergara, 48, kämpft seit Jahren um ihre Kinder, die sie noch gar nicht hat: In einem zähen, bisweilen bizarr anmutenden Rechtsstreit zwischen der Schauspielerin und ihrem Ex-Verlobten Nick Loeb, 45, geht es um eingefrorene Embryos. Nun hat Vergara einen weiteren Sieg errungen. Wie die New York Post berichtet, ordnete ein Richter am Obersten Gerichtshof in Los Angeles per einstweiliger Verfügung an, dass Loeb erst Vergaras „ausdrückliche schriftliche Einwilligung“ einholen müsse, um die Embryos von einer Leihmutter austragen zu lassen.

Nick Loeb gab den Embryonen schon Namen: Emma und Isabella

Die Verfügung soll Loeb davon abhalten, „einseitig Rechtsansprüche von oder im Namen der Embryonen geltend zu machen, um Möglichkeiten zu schaffen, die Embryonen ohne Vergaras Zustimmung zur Geburt zu bringen“, schrieb Richter Rafael Ongkeko in dem Beschluss. Er nahm damit Bezug auf Versuche von Loeb, im konservativen Bundesstaat Louisiana im Namen der befruchteten Eizellen eine Klage anzustrengen, damit „Emma“ und „Isabella“ geboren werden können. Allerdings war der Mann auch dort schon vor Gericht gescheitert.

Die aus der Netflix-Serie „Modern Family“ bekannte Vergara und der Geschäftsmann Loeb waren mit Unterbrechungen zwischen 2010 und 2014 zusammen. Nach der Trennung war Loeb vor Gericht gezogen, um die Kontrolle über zwei gemeinsam per künstlicher Befruchtung erzeugte Embryos einzuklagen. Sie waren 2013 erstellt und eingefroren worden. Laut Vertrag mit der Fruchtbarkeitsklinik in Beverly Hills müssen beide Parteien allen Schritten zustimmen. Genau das hat nun auch der Richter in Los Angeles in seinem Urteil betont.

Propagandaschlacht der sogenannten Lebensrechtsbewegung

Laut People.com zeigte sich Loeb enttäuscht: „Es ist traurig, dass Sofia, eine fromme Katholikin, absichtlich Babys erschaffen hat, nur um sie zu töten.“ Er kündigte an, in Berufung gehen zu wollen. Loeb engagiert sich in der sogenannten Lebensrechtsbewegung. Als Abtreibungsgegner hatte er auch das Justizdrama „Roe v. Wade“ (2020) produziert – in dem Film geht es um ein wegweisendes Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, das 1973 die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen überprüfte, die Abtreibungen unter Strafe stellten oder einschränken.

Die in Kolumbien geborene Vergara hat aus einer früheren Ehe einen 1992 geborenen Sohn. Seit 2015 ist sie mit dem Schauspieler Joe Manganiello, 44, verheiratet.