Taylor Swift, 31, hat die Netflix-Serie „Ginny & Georgia“ mit einigem Witz für einen abfälligen Scherz kritisiert. Darin hatten sich die Hauptfiguren Ginny Miller, gespielt von Antonia Gentry, und ihre Mutter Georgia (Brianne Howey) in der letzten Folge über Beziehungen gestritten. Georgia will von ihrer Tochter wissen, ob sie sich von ihrem Freund getrennt habe, und Ginny antwortet: „Was kümmert es dich? Du wechselst die Männer schneller als Taylor Swift.“

Swift: „Dieser Schwachsinn degradiert hart arbeitende Frauen“

Daraufhin postete Swift auf Twitter ein Foto mit dem Zitat und schrieb dazu: „Hey Ginny & Georgia, 2010 hat angerufen und will seinen faulen, tief sexistischen Witz zurück.“ Mit derartigen Scherzen degradiere man zudem hart arbeitende Frauen, erklärte Swift weiter. Das kam offenbar gut an, denn ihr Post sammelte am Dienstag bereits über 640.000 Likes ein und wurde über 220.000 Mal geteilt. Netflix hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen Swifts geäußert.

Dabei hatte die US-Sängerin den Streamingdienst in ihrem Tweet auch direkt adressiert: „Außerdem, Netflix, steht dir dieses Outfit nach Miss Americana nicht mehr.“ In besagter Dokumentation über Swift ging es unter anderem um ihre Beziehung zum Internet und zu den Medien. „Miss America“ (2020) unter der Regie von Lana Wilson wurde auch auf dem renommierten Sundance Filmfestival gezeigt und sollte das Renommee von Netflix eigentlich befördern.

Die Sängerin wehrt sich schon seit Jahren gegen Lästereien

Dem Twitter-Scharmützel waren zahlreiche Tweets von Swift-Fans vorausgegangen, die unter dem Hashtag #Respecttaylorswift ebenfalls Netflix kritisierten. „Ich mochte Ginny & Georgia wirklich, bis sie den wirklich unpassenden Taylor-Swift-Spruch von einer Figur einbauen mussten, die eigentlich eine Feministin sein sollte“, schreibt etwa ein Fan auf Twitter. „Eigentlich wollte ich mir Ginny & Georgia anschauen, aber jetzt nicht mehr“, schrieb eine andere Person.

Swift hatte sich bereits vor Jahren gegen abfällige Bemerkungen über ihre vermeintlich häufigen Partnerwechsel gewehrt. In ihrem Song „Shake it Off“ sang sie 2014 darüber, wie sie Lästereien und Hasskommentare abschüttelt – unter anderem den Vorwurf, dass sie „auf zu viele Dates“ gehe. (mit dpa)