Berlin - Fans der Serie „Sex and the City“ kennen ihn als Stanford Blatch, den besten Freund der Hauptfigur Carrie Bradshaw. Willie Garson schenkte der Serie mit seiner Rolle als Carries schwuler Sidekick eine liebenswerte Figur, einen knallbunt gekleideten Paradiesvogel, der als nicht sonderlich attraktiver Mann in der körperbetonten New Yorker Schwulenszene tapfer nach der großen Liebe sucht – und am Ende belohnt wird. 

Wie jetzt bekannt wurde, starb Garson am Dienstag an Bauchspeicheldrüsenkrebs, er war zuletzt von seiner Familie umgeben. Der Nachwelt hinterließ er am 5. September noch einen letzten Tweet: „Seid nett zueinander. Immer. Liebe an alle. Nähert euch mit Güte.“ Die Darsteller und Crew-Mitglieder von „Sex and the City“ erinnerten sich an ihren Kollegen und trauerten über seinen frühen Tod.

Cynthia Nixon, die in der Serie die Anwältin Miranda Hobbes spielt, schrieb, sie sei tieftraurig: „Wir alle liebten ihn und liebten es, mit ihm zu arbeiten. Er war auf der Leinwand und im wirklichen Leben endlos lustig. Er war eine Quelle des Lichts und ein vollendeter Profi – immer.“ Der Schöpfer von „Sex and the City“, Darren Star, beschrieb Garson gegenüber dem People-Magazin als „süß, gefühlvoll und unglaublich witzig“.

„Willie hat uns alle mit seinem großen Herzen und seinem großzügigen Geist berührt“, so Star. „Der Mann hinter Stanford war ein liebevoller Vater, er ist viel zu früh gegangen.“ Garson hinterlässt seinen Sohn Nathen, den er 2009 adoptiert hatte. Dieser nahm auf Instagram Abschied von seinem Vater: „Ich liebe dich so sehr, Papa. Ruhe in Frieden und ich freue mich, dass du all deine Abenteuer mit mir teilen und so viel erreichen konntest. Ich bin stolz auf dich. Ich werde dich immer lieben, aber jetzt ist es Zeit für dich, dein eigenes Abenteuer zu bestehen.“

Der 1964 in New Jersey geborene Garson hatte seinen Durchbruch in Hollywood mit Gastauftritten in US-Sitcoms wie „Cheers“ und „Familienbande“. Zuletzt stand er auch  für die „Sex and the City“-Nachfolgeserie „And Just Like That …“ vor der Kamera. Die Dreharbeiten hatten im Juli in New York begonnen.