So viele Schicksalsschläge lasten auf der Familie Houston/Brown, das sie kaum noch zählbar sind. Schon die 1992 geschlossene Ehe der Pop-Ikone Whitney Houston mit dem R&B-Sänger Bobby Brown erwies sich als fatal. Denn mit der Ehe begann der Absturz der begnadeten Sängerin: Berichte über Drogen- und Alkoholexzesse und Prügelattacken prägten die unselige Allianz, die 2007 mit der rechtskräftig gewordenen Scheidung ein viel zu spätes Ende fand. Zu spät in jedem Fall für Houston, die sich immer wieder in Entzugskliniken begab, für die es aber keine Rettung gab: 2012 starb die Sängerin im Alter von 48 Jahren in einem Hotel in Beverly Hills, sie wurde leblos in der Badewanne gefunden. Houston war ertrunken, ihr chronischer Drogenkonsum und eine Herzkrankheit sollen zu ihrem Tod beigetragen haben.

Es sollte nicht die einzige schreckliche Todesmeldung der Familie bleiben. Die 1993 geborene gemeinsame Tochter des Paares, Bobbi Kristina Brown, hatte noch zu Lebzeiten die Befürchtung geäußert, dass sie so enden würde wie ihre Mutter. Im Januar 2015 wurde sie dann bewusstlos in der Badewanne ihres Hauses aufgefunden, nach einem halben Jahr im Koma verstarb sie schließlich in einem Hospiz. Auch Bobbi Kristinas Tod ging zumindest teilweise auf den Missbrauch von Drogen zurück.

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Eine Familie, viele Tragödien: Whitney Houston mit Bobby Brown und Tochter Bobbi Kristina.

Nach dem tragischen Tod seiner Tochter gab Bobby Brown ein tränenreiches Interview, in dem er Fehler als Vater einräumte und auch über die häufigen Versuche sprach, sich von den Drogen loszusagen. Doch die Tragödien um seine Familie rissen nicht ab. Im vergangenen Jahr verlor der US-Sänger ein weiteres seiner insgesamt sieben Kinder. Bobby Brown Jr., der zu diesem Zeitpunkt gerade mal 28 Jahre alt war, wurde am 18. November in seinem Haus in Los Angeles tot aufgefunden.

Bobby Brown Jr. stammt aus der Beziehung Bobby Browns mit Kim Ward. Wie jetzt bekannt wurde, starb der 28-Jährige an einer versehentlichen Überdosis von Drogen, Medikamenten und Alkohol. Der Autopsie zufolge wurden unter anderem Kokain und das starke Schmerzmittel Fentanyl nachgewiesen. Der Bericht der Behörde in Los Angeles lag der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor. Sein Tod wurde als Unfall eingestuft.