Prinz William, 38, und Herzogin Kate, 39, wollen offenbar in den sozialen Netzwerken noch präsenter werden und haben zu diesem Zweck auf der Videoplattform YouTube einen eigenen Kanal eröffnet. Per Twitter kündigte das Paar am Mittwoch diesen Schritt in die mediale Selbstbestimmung an und veröffentlichte auch schon ein erstes Video, gewissermaßen einen Teaser. Dort sehen wir beide in einem rasant geschnittenen und damit wohl einige jugendliche Ambitionen verratenen Clip – bei ihrer täglichen Arbeit für die britische Krone, bei offiziellen Terminen und mit Promis.

William: „Sei vorsichtig, was du sagst, diese Leute filmen alles“

Auf dem Kanal sollen künftig exklusive Videos des künftigen Königs und seiner Frau zu sehen sein. Das Unternehmen läuft erfolgreich an, innerhalb nicht einmal eines Tages verzeichnet der Kanal „The Duke and Duchess of Cambridge“ deutlich über 200.000 Abonnenten, der Teaser wurde bereits über eine Million Mal angeschaut. Offenbar kommt die Tonlage an, denn Williams und Kates Medienoffensive lässt sich auch als Lockerungsübung verstehen: Beide präsentieren sich von ihrer lustigen, albernen Seite – alles soll menschlich und nahbar wirken. Die Royals sind Leute wie du und ich!

In dem ersten Clip zeigt William in die Kamera und sagt zu Kate: „Sei vorsichtig, was du sagst, diese Leute filmen alles“, woraufhin die Herzogin lachend „Ich weiß“ antwortet. An anderer Stelle weist Kate ihren Mann darauf hin, dass er den Buchstaben „R“ nicht immer rollen solle. Wohin das auch immer führen wird: Der Imagetransfer vom eher biedermeierlichen Pflichterfüllungsernst zum possenreißerischen Unterhaltungsauftrag mag sich auch ein Beispiel an Williams Bruder Harry und dessen Ehefrau, Herzogin Meghan, nehmen – die längst Selbstvermarktungsprofis sind.

Und immer einen Schritt weiter: Harry und Meghan hatten bekanntlich nach ihrem Rückzug aus dem Königshaus ihre Accounts in den sozialen Netzwerken aufgegeben und sich stattdessen auf inhaltlich anspruchsvolle Medienkooperationen mit den Streaming-Riesen Netflix und Spotify eingelassen. Auch sind sie mit ihrem Charity-Business und ihrer regen Interview-Tätigkeit erfolgreich dabei, nach dem für sie traumatischen Erfahrungen mit dem aggressiven, bisweilen rassistischen Boulevard ihr Bild in der Öffentlichkeit selbst zu bestimmen – zu kontrollieren.

Meghan schreibt ihr erstes Kinderbuch – eine Liebeserklärung!

Der neueste Coup. Meghan hat ein Kinderbuch über die Beziehung zwischen Vätern und Söhnen geschrieben. Inspiriert wurde sie zu „The Bench“ (Die Bank) natürlich durch Harry und den gemeinsamen Sohn Archie, wie die Stiftung des Ehepaars – die Archewell-Foundation – jetzt mitteilte. Das Buch, das am 8. Juni  mit Illustrationen von Christian Robinson erscheinen soll, „begann als Gedicht, das ich für meinen Ehemann zum Vatertag geschrieben habe, im Monat, nachdem Archie geboren wurde“, erklärt die Herzogin. „Dieses Gedicht ist dann zu dieser Geschichte geworden.“

dpa/Penguin Randomhouse/
Seite aus „The Bench“, Meghans neuem Buch: Der Vater mit seinem Sohn auf der Gartenbank.

Die Botschaft ist klar: Sie habe „die Wärme, die Freude und den Trost in der Beziehung zwischen Vätern und Söhnen in allen Lebensbereichen“ einfangen wollen, so Meghan. Das ist in jedem Fall auch ein Betrag zum öffentlichen Image des Paares. Gut kalkuliert, voll kontrolliert. Harry und Meghan sind gut im Geschäft.