Berlin - Die Mauer steht noch, als der Moderator und Sänger Wolfgang Lippert Anfang 1989 von West-Berlin nach Bremen fliegt, um die NDR-Sendereihe „Stimmt’s?“ zu moderieren. Im Flugzeug neben ihm liest sein Manager Wolfgang Schubert den Spiegel mit einem Artikel über den mächtigen DDR-Devisenbeschaffer Schalck-Golodkowski und staunt: „Du Lippi, den kenn ich, der wohnt in meiner Straße!“ Dem Künstler kommt eine Idee: „Wenn du den wieder triffst, frag ihn, ob er uns nicht ein anständiges Auto besorgen kann.“ Schalck kann. Er mochte den Sänger, erzählt Schubert, und so fahren Lippert und sein Manager bald darauf einen schicken Peugeot. Der macht ihr Leben noch ein bisschen schöner. Natürlich zahlten sie das Geld, das jeder DDR-Bürger dafür hätte aufbringen müssen – wenn er so ein Angebot gehabt hätte. Zustände wie im Westen, wo Autobauer ihre teuren Karossen den Stars aus Werbegründen umsonst vor die Tür stellen – so weit ging es nun doch nicht.

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