Der Regisseur Volker Schlöndorff ist mit gleich zwei Filmen bei der Berlinale vertreten. Mit „Baal“ holt er Bertolt Brechts spätexpressionistisches Drama in die Gegenwart von 1969. Der Film macht jugendliches Ungestüm und Hass auf erdrückende Umstände zum Thema, reflektiert Geniekult und Sexualmoral (siehe Berliner Zeitung vom 7. Februar). Auch „Diplomatie“ beruht auf einem Bühnenstück: Nach der Vorlage von Cyril Gély inszeniert Volker Schlöndorff ein Duell der Worte über einen historischen Wendepunkt. Im Sommer 1944 verfügt Hitler, dass Paris dem Feind „nicht oder nur als Trümmerfeld“ in die Hände fallen dürfe. Die französische Hauptstadt soll gesprengt werden und ist teilweise schon vermint. Verantwortlich für den Vollzug der Sprengung ist der Wehrmachtsoffizier General Dietrich von Choltitz. Doch der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling versucht, Choltitz von dem Plan abzubringen.

Herr Schlöndorff, auch in Ihrem jüngsten Film geht es wieder um deutsche Schuld und deutsche Verantwortung. Sie bleiben also einem Lebensthema treu?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.