Blick auf die Burgruine Restormel Castle in der Grafschaft Cornwall in Großbritannien.
Foto: imago images /robertharding

Berlin - Es eilt. Sie müssen dieses Buch im Urlaub lesen. Natürlich müssen Sie nicht. Aber wenn Sie es lesen möchten, müssen Sie es im Urlaub tun. Das hat einen einfachen Grund: Die meisten Kapitel haben etwa sechzig Seiten, dazu brauchen Sie mindestens zwei Stunden. Eher mehr, denn der 1939 in Bolton, Lancashire, geborene Norman Davies stopft jede Seite voll mit Informationen. Der emeritierte englische Geschichtsprofessor – der englischsprachige Wikipedia-Eintrag nennt ihn einen walisisch-polnischen Historiker, weil er 2014 die polnische Staatsbürgerschaft erhielt – unterrichtete u.a. in London, Krakau und Oxford.

Norman Davies schreibt mit ansteckendem Interesse auch über die schlimmsten Dinge. An denen herrscht – so ahnen wir zu Hause sitzen gebliebenen - auf einer Weltreise kein Mangel. Immer wieder lässt man den Band sinken und fragt sich, ob es nicht besser wäre, die Spezies zu wechseln. Aber schon das Delhi-Kapitel belehrt einen eines Besseren. Die Reinkarnationslehre macht nicht bessere Menschen aus uns. Sie bestärkt die Starken. Ein verhängnisvoller Effekt. 15 Kapitel auf 840 Seiten. Das werden Sie nicht schaffen neben Ihrer Arbeit. Sie wollen es aber schaffen. Denn Sie werden das Buch verschlingen, wenn Sie fasziniert davon sind, dass alles eine Geschichte hat, dass alles sich verändert, miteinander aufeinander reagiert. Mal liebevoll, mal mörderisch.

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