Taner Sahintürk als Can: einmal auf der Leinwand und einmal am Boden. In der Mitte: Sesede Terziyan mit der Band. 
Foto: Maifoto/Ute Langkavel

Berlin - Nicht einmal hundert Leute passen wegen der Corona-Regeln derzeit ins Gorki-Theater, wo am Freitag die Saison mit „Berlin Oranienplatz“ eröffnet wurde. Jede zweite Reihe wurde ausgebaut, zwischen den verbliebenen Plätzen sind jeweils zwei Sessel abgehängt. Bis zu sechs Menschen, die einander so nahestehen, dass sie zum selben Virenbiotop gehören, dürfen auch nebeneinander sitzen. 

Unter Sicht- und Fläzaspekten ist das zugegebenermaßen gar nicht so unangenehm, zumal man im Sog dieser berührenden erzählerischen Inszenierung, in der es um Einsamkeit geht, ohnehin auf sich geworfen wird. Aber vor dem Moment des Applauses fürchtete man sich dann doch ein bisschen. Ohne Grund, wie sich dann herausstellte. Nicht nur, dass von Spärlichkeit nicht die Rede sein kann, zudem schien das Publikum dem Ensemble und dem Regieteam mit gesteigerter Verbindlichkeit, ja mit herzlicher Wucht zu danken. Ein schönes Ritual ist diese Klatscherei, wie einem bei dieser Gelegenheit mal wieder auffällt.

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