Berlin - Kunstfreiheit über Gleichbehandlung: So lautete das Gerichtsurteil, wonach ein Mädchen nicht in einem Berliner Knabenchor singen darf. Als Institution haben Knabenchöre viele Privilegien. Rechtfertigt der Unterschied der Stimmen ihr größeres Ansehen? Musikwissenschaftlerin Ann-Christine Mecke erläutert den Stand der Forschung. 

Es heißt doch Knabenchor, oder? Es klang wie eine Meldung aus dem „Postillon“: Ein neunjähriges Mädchen wollte sich in einen Knabenchor einklagen und unterlag damit vor dem Landgericht. Entsprechend groß war die Häme, die sich in den sozialen Netzwerken über die Mutter ergoss, die als Rechtanwältin ihre Tochter vertrat: „Welchen Teil des Worts Knabenchor hat diese Helikoptermutter im Genderwahn nicht verstanden?“ Handelt es sich also nur um ein Verständnisproblem?

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