Barbara Göbel, Direktorin des Ibero-Amerikanischen Instituts, vor einem Gemälde des Generals Jose de San Martin. 
Barbara Göbel, Direktorin des Ibero-Amerikanischen Instituts, vor einem Gemälde des Generals Jose de San Martin. 
Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlin - Im Magazin des Ibero-Amerikanischen Instituts am Kulturforum befinden sich etwa 200 Skulpturen und Portraits von Feldherren, Künstlern, Wissenschaftlern, Literaten und Abenteurern, aber auch von Diktatoren wie Francisco Franco. „Kein gutes Karma, zu wissen, dass so etwas einmal in den Büros unserer Vorgänger stand. Aber das gehört eben mit zu unserer Geschichte“, konstatiert die Ethnologin Barbara Göbel. Seit fünfzehn Jahren ist sie Direktorin des IAI. Kürzlich wurde das Institut vom Wissenschaftsrat überaus freundlich begutachtet, während andere Teile der Stiftung Preußischer Kulturbesitz – vor allem die Staatlichen Museen – herbe Kritik einstecken mussten. Das mag auch an einem Detail gelegen haben, das im IAI, diesem späten Kind der europäischen Kolonialpolitik, sofort auffällt: das kritische Nachdenken über die eigene Geschichte. Auf dem Regal der Direktorin steht eben keine Büste eines weißen Mannes, sondern die Kopie einer indigenen Keramik aus Nordwest-Argentinien.

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