7.00 Uhr Frühlingslüftchen und Kaffeeduft. Leise ist die Dusche zu hören. Der Mann macht sich bereit für den Klavierunterricht um 8.30 Uhr. Das Kind schnorchelt leise, muss aber bald aufstehen, weil es um neun Videokonferenz hat. Denke ich, denken wir. Dass beide Vorhaben an einem Rechner zur gleichen Zeit nicht realisierbar sind, fällt dem Mann und mir erst auf, als wir uns darüber unterhalten, ob sie sich gegenseitig stören werden.

7.30 Uhr Der Mann schreibt dem Lehrer eine Nachricht, dass sie verschieben müssen. Während ich Schokotoast schmiere, finde ich das seltsam. Am Dienstag hatte Gruppe 1 bereits um 9 Uhr Konferenz. Es wäre doch ungerecht, wenn immer dieselben früh aufstehen müssten. Ein Anruf verschafft Aufklärung. 10 Uhr. Ich informiere den Mann und der seinen Lehrer. Unterdessen suche ich den Link zur Mathekonferenz, weil mir klar wurde, dass es ein anderer ist als der zur Deutschlehrerin. Er ist weg, gelöscht mit 400 Schul-E-Mails in einem Anfall von Überblickssehnsucht.

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