Berlin/New York - Geht es nach der Anklage, dann ist der Sänger R. Kelly ein „Raubtier, das Mädchen, Jungen und junge Frauen mit seinem Ruhm angelockt und physisch, sexuell und psychisch dominiert hat“. So sagte es ein Staatsanwalt am Mittwoch (Ortszeit) vor Gericht, beim Prozessauftakt gegen den einstigen US-Superstar. Kelly begleiten Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schon seit mehr als zwei Jahrzehnten – seine Karriere aber lief lange weitgehend unbeschadet davon weiter. 

Es zeigte sich bereits am ersten Tag des Prozesses in New York, der unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit, aber ohne Kameraleute im Gerichtssaal stattfindet, dass beide Seiten schwere Geschütze auffahren werden. Für die Anklage geht es um viel: Zwar sind Vorwürfe gegen den 54-Jährigen lange bekannt und wurden 2019 durch die vielbeachtete Dokumentation „Surviving R. Kelly“ nochmals verstärkt, aber gerichtsfest verurteilt wurde der Musiker bislang noch nicht.

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