Die Mobiles aus mundgeblasenem Murano-Glas hängen an Stahlbügeln von der Oberlichtdecke der Galerie. Jeder Luftzug setzt sie sanft in Bewegung. Wer darunter durch will, könnte glauben, in einen bunten Schmetterlingsschwarm geraten zu sein. Die feinen Zeichnungen und Pigmentierungen der Flügel sind als schwarze Liniengespinste zu erkennen. Und die vielfältigen ins Glas eingeschlossenen Farbnuancen wirken wie rätselhafte Ornamente. Gedoppelt auf beiden Flügeln. Manchmal blickt einen aus den Tropfen ein dunkles menschliches Auge an – unverwandt. Wie in Bildern der Surrealisten. Die intensiv blauen Glasformen erinnern an Nazar-Amulette. Das sind jene „blauen Augen der Erkennens“, die in orientalischen Ländern nach dem Volksglauben den „Bösen Blick“ abwenden sollen.

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