Berlin - Es ist nicht so, dass Serien wie „Rote Rosen“, „Sturm der Liebe“ oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) mit einem Mal zu herz- und freudlosen Veranstaltungen geworden wären. Doch sowohl TV-Kritikern als auch Fernsehzuschauern ist aufgefallen, dass die Zahl der Kuss- und Liebesszenen in deutschen Telenovelas und Seifenopern rapide abgenommen hat.

Für den Rückgang der Streicheleinheiten gibt es einen einfachen Grund: In Zeiten von Corona müssen auch die Schauspieler deutscher Herz-Schmerz-Serien bei den Dreharbeiten den erforderlichen Sicherheitsabstand zu ihren Kollegen einhalten. Und wenn doch einmal Kussszenen gedreht werden, muss dabei heftig getrickst werden: So küsste etwa der GZSZ-Darsteller Thaddäus Meilinger in seiner Rolle als Felix nicht etwa seine Schauspielerkollegin Vildan Cirpan, die in der Serie Felix’ Partnerin Nazan mimt, sondern seine reale Ehefrau. Da die Szene im Halbdunkel gedreht wurde, wäre der Schmu nicht weiter aufgefallen, hätte der GZSZ-Sender RTL nicht selbst im Internet den Trick mit der Gattin als Kussdouble herausposaunt.

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