Senderzentrale des  RBB in der Berliner Masurenallee. Die Anstalt fährt bei ihrer Kulturwelle einen harten Sparkurs.
Foto: Imago Images / Jürgen Ritter

Berlin - Es ist einiges in Bewegung beim RBB. Am Mittwoch meldete die Zeit, der Chefredakteur des Senders Christoph Singelnstein habe ihr gesagt, man wolle künftig keine Sommerinterviews mehr mit Landespolitikern führen. Das Format „Politik am See“ werde eingestellt, es sei „veraltet“. Hintergrund dürfte das im Juli ausgestrahlte, komplett misslungene Interview mit dem damaligen AfD-Politiker und Rechtsextremisten Andreas Kalbitz sein, für das der RBB viel Kritik einsteckte. Aber muss man deswegen gleich das gesamte Format einstellen? 2018 zeigte der bestens vorbereitete Thomas Walde vom ZDF in einem Gespräch mit Alexander Gauland, dass man AfD-Politiker auch in der lauschigen Kulisse eines Sommerinterviews in Bedrängnis bringen kann.

Immerhin könnte nun an dieser Front Ruhe herrschen. Anderswo droht es hingegen recht unruhig zu werden: Ab dem 14. September beginnt der Umbau des Programmschemas von RBB Kultur. Bei der Hörfunkwelle soll eine Million Euro eingespart werden. Diese Summe entspricht zehn Prozent des Gesamtetats von RBB Kultur. Nach Angaben der Freien-Vertretung im Sender soll aber nahezu ausschließlich bei freien Journalisten gespart werden. Eine RBB-Sprecherin bestreitet das.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.