Neulich stand ein Geburtstag an, und die Geschenkpapierrolle war leer. Papierwarengeschäfte haben ja geöffnet, aber nur deswegen raus in die Welt? Ich nahm Zeitungspapier. Auch einige Socken und Shirts sind zuletzt entsorgt worden, ohne dass ich gleich Ersatz geschaffen hätte. Und aus der Tüte fürs Rote Kreuz habe ich die Handtücher zurück in den Schrank geräumt. Ist das der Anfang des berühmten Downsizens, des Weniger-ist-mehr, das einen glücklich macht?

Also, ich habe ja schon gerne viel. Vor allem viel Geld. Tatsächlich hat sich das Familieneinkommen in den letzten zehn Monaten – naja, halbiert ist ein hässliches Wort. Sagen wir, es ist geschrumpft, die zweimaligen Einmalzahlungen des Staates wollen auch gewürdigt werden, in den USA gibt es so etwas nicht. Und ganz auf Null ist die Auftragslage ja nicht gesunken. Es passt trotzdem recht gut, dass das Ferienhaus für die Winterferien abbestellt werden musste, die Kursfahrt für die jüngere Tochter fraglich ist und die Reitkarte unfallbedingt ein paar Monate länger halten wird.

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