Das Wetter ist schön, aber ich bin zur Zeit eher häuslich. Also: sehr häuslich. Wir sind in Quarantäne. Meine Tochter hatte vor inzwischen drei Wochen Kontakt mit der Mutter einer Freundin, mit der sie bei „Germanys Next Topmodel“ gemeinsam auf der Fernsehcouch saß. Zwei Tage später bekam diese Mutter Symptome und die britische Corona-Variante attestiert. Seither ist meine Tochter in Quarantäne, wurde am siebten Tag derselben denn auch mal getestet und zwar ebenfalls positiv.

Symptome hat sie keine, wir Eltern auch nicht, sitzen aber jetzt mit ihr fest. Inzwischen ist der zweite Test beim Kind erfolgt, doch das Ergebnis steht noch aus. Das kann ja bis zu drei Tage dauern in Berlin. Drei Quarantänetage. Am Ende könnte sie (wenn sie noch immer positiv ist) drei Wochen in Quarantäne verbracht haben, wir – gänzlich ungetestet – zwei, aber krank war niemand. Glück gehabt, werden die Kranken sagen. Ja, unbedingt. Andererseits sind dann einige Schulklausuren, der Friseurtermin und mehrere Jobs meines freiberuflich tätigen Mannes an uns vorbeigezogen. Das Testen kann ja nicht beschleunigt werden, nur weil davon eine Erwerbstätigkeit abhängt. Und krankgeschrieben wird man nicht, warum auch, man ist ja gesund, nur eben vielleicht infiziert.

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