Arnold Schwarzenegger, 73, hat etwas mit Donald Trump,75, gemeinsam: Genauso wie der amtierenden US-Präsident legt auch der Schauspieler sehr viel Wert darauf, nach einem Krankenhausaufenthalt möglichst schnell wieder ganz gesund zu erscheinen. Während Trump nach seiner Corona-Behandlung vor gut zwei Woche nach nur drei Tagen mit viel Trara ins Weiße Haus zurückkehrte („Ich fühle mich wieder großartig“), zeigte sich Schwarzenegger kurz nach seiner Herz-Operation ebenfalls schon wieder auf den Beinen. „Ich fühle mich fantastisch“, teilte er in geradezu Trumpscher Unbescheidenheit per Instagram mit.

Dazu veröffentlichte der Terminator unserer Herzen ein paar Bilder, eines zeigt ihn zwar noch im Krankenhausbett, umgeben von Apparaturen und Schläuchen, aber der Mime reckt den Daumen und grinst so breit es geht in die Kamera. Schwarzenegger hat sichtlich Vergnügen an seiner Rolle, weitere Bilder zeigen den ehemaligen kalifornischen Gouverneur im Trainingsanzug beim Spaziergang an der frischen Luft. Artig spricht er dem behandelnden Team in der Cleveland Clinic im US-Bundesstaat Ohio seinen Dank aus. Er habe eine neue Aortenklappe erhalten, die zu seiner neuen Pulmonalklappe von seiner letzten Operation passe.

Der gebürtige Österreicher war zuletzt 2018 am Herzen operiert worden. 1997 hatte er sich erstmals einem Herzeingriff unterziehen müssen, als ihm eine Aortenklappe eingesetzt wurde. Die Ärzte wollten damit einen angeborenen Herzfehler korrigieren. Der frühere „Mister Universum“ hat auch schon mehrere Motorradunfälle hinter sich. 2006 brach er sich beim Skilaufen den Oberschenkel, ihm wurde eine neue Hüfte eingesetzt. Wie auch immer, der starke Mann hat seine Schwächen und Verletzlichkeiten, doch überragt sein Unverwüstlichkeits-Image als Bodybuilder, Actionheld und Politiker das wirkliche Leben.

Von 2003 bis 2011 war der fünffache Vater Gouverneur von Kalifornien, danach ging er wieder vor die Kamera und engagiert sich weiter politisch, unter anderem für den Umweltschutz. Traditionell ist er Republikaner, hat sich zuletzt aber immer wieder von Donald Trump distanziert. Kürzlich verlinkte er auf Instagram ein Video, in dem er gemeinsam mit der früheren First Lady Michelle Obama, 56, zum Wählen aufrief. Auch wünschte er der demokratischen Vize-Kandidatin Kamala Harris, 56, viel Glück im Wahlkampf. Nur mit seiner virilen Stehaufmännerei ist er ganz auf Trumps Linie. Männliche Körperpolitik.

Thomas Gottschalk, 70, weiß das herb-männliche, mitunter altersäftelnde Chauvi-Gedöns durch viel Selbstironie abzumildern. So hat der Moderator jetzt die Ehrenpatenschaft für Nasenbär Thommy im Zoo Karlsruhe übernommen. Die Idee dazu sei von Gottschalk selbst gekommen, der wegen seiner ausgeprägten Nase eben die „Tierart mit dem markanten Profil“ gewählt habe, teilte Zoodirektor Matthias Reinschmidt am Sonntag mit. „Wir sind überglücklich, dass diese Patenschaft zustande gekommen ist.“ In der Tat, Gottschalk wurde mit seinem mächtigen – Pardon – Riechkolben in Blödelfilmen wie „Die Supernasen“ (1983) berühmt.

Supernasen unter sich: Thomas „Thommy“ Gottschalk und Nasenbär Thommy – in der Mitte Zoodirektor Matthias Reinschmidt.
Foto: dpa/Timo Deible

Nun also besuchte der „Thommy“ seinen Namensvetter und neuen Schützling gemeinsam mit Lebenspartnerin Karina Mroß. „Ich komme euch ganz sicher wieder besuchen, sagte er mit Blick auf die anderen Nasenbären, die er mit Honig und Mehlwürmern fütterte. Gottschalk ist nach Frank Elstner, 78, der zweite Ehrenpate des Karlsruher Zoos. Elstner übernahm im Dezember 2015 die Patenschaft für das weiße Bennett-Känguru Frank.