„Jetzt bin ich eben endgültig Deutschlands zweitwichtigster Talker. Pardon, Frau Illner, vielleicht auch der drittwichtigste.“ So kommentierte Frank Plasberg, Moderator der ARD-Sendung „Hart aber fair“, kürzlich Günther Jauchs angekündigten Abschied von der öffentlich-rechtlichen Fernsehbühne. Sonderlich traurig schien Plasberg nicht über Jauchs Abgang zu sein: „Diese Reflexe, dieser Dackelblick, dem kann keiner böse sein.“

Vermutlich hat Frank Plasberg schon immer gedacht, dass er die bessere, weniger boulevardeske Politsendung macht – und genau dafür von der ARD mit dem schlechteren Sendeplatz bestraft wird. Während er in Jauch den „gefühlten Bundespräsidenten“ sieht, hat er für sich die Rolle des „kantigen Journalisten“ reserviert. Jetzt steht Plasberg allerdings unvermutet als jemand da, dessen TV-Produktionsfirma heimlich Lobbyarbeit für seine Ehefrau Anne Gesthuysen, die ehemalige Moderatorin des ARD-„Morgenmagazin“, macht. Genau dafür wurde Plasbergs Produktionsfirma Ansager & Schnipselmann jetzt von seinem Haussender WDR ermahnt – wobei eine WDR-Sprecherin auf Anfrage dieser Zeitung betonte, dass diese Ermahnung kein formeller Akt sei, sondern eher ein Hinweis unter Handelspartnern.

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