Die Geschichte vom mecklenburgischen Ladenschwengel Heinrich Schliemann, der in die Welt hinauszieht, unermessliche Reichtümer in Kalifornien und Russland erwirbt und diese dann einsetzt, um das legendäre antike Troja an bis dahin ganz unglaubhafter Stelle zu finden – sie begeistert seit Generationen. Sie entspricht dem Versprechen des Kapitalismus vom sozialen Aufstieg durch harte Arbeit, der kulturellen Fixierung Deutschlands auf Griechenlands Antike. Sie passt auch zur am Erfolg der Abenteuerromane Karl Mays ablesbaren Lust des Bürgertums, scheinbar mutigere Bürgerliche aus dem bequemen Sessel heraus zu bewundern. Sogar die DDR konnte sich für Schliemann begeistern – 1980 machte sie sein Geburtshaus zum Museum. Wenn sich jetzt der ZDF-Redakteur Frank Vorpahl dem Thema zuwendet, ist das also fast schon eine Erfolgsgarantie, zumal er verspricht, den „Mythos“ Schliemanns aufzulösen.

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