An der Hand seiner Tante Elisabeth besucht der kleine Kurt 1938 in Dresden die Ausstellung „Entartete Kunst“. Doch anders als der SS-Mann, der sie herumführt, erkennt schon das Kind in Lovis Corinth, Pablo Picasso und Oskar Kokoschka eine Wahrheit jenseits herrschender Schönheitsideale.

Die geliebte Tante Elisabeth fällt dem Euthanasieprogramm der Nazis zum Opfer, Kurt wird nach dem Krieg als Kunststudent den Sozialistischen Realismus kennenlernen, dann wird er kurz vor dem Bau der Mauer in den Westen fliehen und sein Studium bei Joseph Beuys in Düsseldorf fortsetzen. Ein Kind der Zeitenwenden, ein Zeuge dreier politischer Systeme, ein Medium, in dem der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck mit kühner Geste Künstlerbiografie, deutsche Historie und moralische Fragen von Schuld und Sühne vereint.

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