Die vom Magazin Spiegel erhobenen Vorwürfe gegen die Brüder Thomas und Christoph Gottschalk, sie hätten bei der ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ gegen hohe Geldzahlungen systematisch unzulässige Werbeauftritte für Unternehmen organisiert, ziehen Konsequenzen nach sich. Dabei sollen auch Versäumnisse des ZDF untersucht werden. Ruprecht Polenz, Vorsitzender des ZDF-Fernsehrats, sagte der Berliner Zeitung am Montag, dass sich sein Gremium in der nächsten Sitzung am 8. März mit dem Vorgang befassen werde. Zu konkreten Fragen, etwa, inwiefern der Fernsehrat seiner Aufsichtspflicht nachgekommen sei oder Einsicht in die vom Spiegel dokumentierten Verträge hatte, wollte sich Polenz nicht äußern. Er wolle zunächst die Stellungnahme von ZDF-Intendant Thomas Bellut abwarten, sagte er.Der Spiegel hatte berichtet, dass die Firma Dolce Media des Gottschalk-Bruders über Jahre hinweg Autoherstellern Schleichwerbung in „Wetten, dass..?“ ermöglicht habe, indem sie gegen Millionensummen Werbebotschaften in Gewinnspielen und sogar redaktionelle Einflussnahme auf die Produktpräsentation zugelassen hätten. Es habe Verträge zunächst mit DaimlerChrysler und dann mit Audi gegeben. Letzteres kann der Spiegel indes nicht belegen. Es geht um einen Zeitraum von 2003/2004 bis in die Gegenwart.

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