Hartmann, der Icherzähler und Held des Buches „Wie alles begann und wer dabei umkam“, ist zum Tod verurteilt. In dem seltsam wohlgemuten Abschiedsschreiben an seinen Verleger, das der Erzähler seinem Manuskript voranstellt, lässt er die Bemerkung fallen, dass er seine Lebensgeschichte eigentlich lieber als einen Schelmenroman erzählt hätte. Dazu aber hat er keine Zeit, denn seine Hinrichtung steht bevor: „Ich bin ein schlechter Mensch, der aufgrund dieser Eigenschaft viel Gutes tun konnte, und wenn es Ihnen gelingen sollte, mich so in Erinnerung zu behalten oder zumindest in diesem Sinne zu vermarkten, wäre ich Ihnen auch über das nahe Ende hinaus dankbar.“ Statt des Schelmenromans liefere er nun eben diese „authentische“, bis auf ein paar Gedächtnisschwächen zuverlässige Biografie.

Foto: Imago
Der Schriftsteller Simon Urban.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.