Im Kuppelsaal des Käthe-Kollwitz-Museums. In der Mitte die Installation von Hannah Dougherty zu den ausgestorbenen Sauriern
Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

Berlin- Oben, auf der Treppe zum Kuppelsaal des Käthe-Kollwitz-Museums, bin ich eigentlich auf harte Kontraste gefasst. „Schwarz + Weiß“ – der Ausstellungstitel kündigt Gegensätzliches an. Aber es kommt anders: Hier herrscht eine Atmosphäre der entschleunigenden Erzählung, der Kontemplation. Und der Melancholie.

Acht Frauen, jüngere und ältere, aus dem Verein Berliner Künstlerinnen haben die ausschließlich monochrome Arbeitsweise der Käthe Kollwitz aufgenommen. Ihr Umgang mit den sogenannten Nichtfarben lotet in Grafiken, Gemälden, Fotografien und Installationen jedoch sämtliche dazwischenliegenden Grautöne aus: Diese changieren mitunter ins Eis- oder Meer-Blaugrüne, wie in den Collagen von Maja Rohwetter, die sie „Gemischte Gefühle“ nennt. Die Porträts der 80-jährigen Objektkünstlerin Silvia Klara Breitwieser gleichen in Lehm gebackenen Reliefs, die wie aus fernen Zeiten und Kulturen auftauchen. Und etliche Experimente gestatten sich rötliche geometrische Umrisse wie in den konstruktivistischen Formspielen der Grafikerin Ines Doleschal.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.