Achille Mbembe.
Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Berlin - Es ist eine Geschichte fortgesetzter Missverständnisse bis hin zum mutwillig in Kauf genommenen Rufmord. Nachdem in den vergangenen Tagen wiederholt Antisemitismusvorwürfe gegen den aus Kamerun stammenden und in Südafrika lebenden Historiker und Philosophen Achille Mbembe erhoben wurden, stimmt nun auch Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, indirekt in den Tenor der Mutmaßungen über Mbembe ein. Schuster fordert die Absetzung von Stefanie Carp als Intendantin der Ruhrtriennale, die Achille Mbembe als Eröffnungsredner des angesehenen Kulturfestivals eingeladen hatte. Mbembe, so Schuster, vertrete die Auffassung, Israel verhalte sich heute schlimmer als Südafrika zur Zeit der Apartheid. Das sei historisch falsch und nicht zu akzeptieren. Mbembe unterstütze damit indirekt die umstrittene BDS-Bewegung, die weltweit zum Boykott Israels aufruft und vom Deutschen Bundestag als antisemitisch eingestuft wurde.

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