Schriftstellerin Helga Schubert gewinnt Bachmannpreis.
Foto: ORF

Berlin - Sie wollte sich nicht so an die Jury ranschmeißen, sagt Helga Schubert am Sonntagmittag in die Kamera. Deshalb habe sie den Titel ihrer Erzählung geändert, der ursprünglich auf Ingeborg Bachmann Bezug nahm. Doch sie hatte ohnehin keine Tricks nötig, um die Mehrzahl der sieben Juroren des mit den Mitteln der digitalen Technik ausgetragenen Literaturwettstreits zu überzeugen. Mit dem „Vom Aufstehen“ überschriebenen Text hat sie den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen.

„Das achtzigste Jahr“ hieß der Titel erst, analog zur Erzählung „Das dreißigste Jahr“ der Namenspatin des Literaturwettbewerbs. War nach Schuberts Nominierung zu der Veranstaltung Ende März das Geraune groß, dass eine Achtzigjährige gegen Autoren antritt, die mehrheitlich um die dreißig sind, stieß ihre am Freitagmorgen eingespielte Lesung auf ein positives, zum Teil begeistertes Echo.

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