Es ist erst halb drei und das Licht nimmt schon wieder ab. Der Blick aus dem Fenster trostlos: eine Hauswand, ein kahler Baum und kein Entkommen. Aber das stimmt nicht! Sie können auch aus Nicolas Fenster in Wollongong schauen. Das ist eine kleine Stadt in Australien. Die Webseite Window Swap ermöglicht das. Ursprünglich in der Corona-Zeit für Menschen entwickelt, die darunter leiden, ihre Wanderlust nicht ausleben zu können, helfen einem die Blicke aus den Fenstern anderer Menschen in wärmeren Gefilden in Berlin nun auch über die Wintertristesse hinweg.

In Wollongong nämlich ist alles grün. Nicola muss am Stadtrand leben, denn von ihrer Wohnung aus blickt man in eine Art Dschungel. Eine Palme bewegt träge ihre Blätter, ein Hund bellt, Tauben gurren, das Vogelgezwitscher klingt exotisch. Zehn Minuten lang geht das so.  Bei Artemis in Moskau regnet es, okay, aber dann wird es dank Bishans Fenster gleich wieder grün und sonnig. Sein kleiner Balkon voller Blumentöpfe befindet sich in Kalkutta, Indien. Nur ein paar Stromleitungen schieben sich in den Blick hinauf zum blauen Himmel. 

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