Die einen umarmen den Heizpilz, die anderen wollen den Herbst lieber umweltschonend in der Winterjacke verbringen. Zu welcher Gruppe gehören Sie?
Illustration: Jill Senft

Hanno Hauenstein ist pro Heizpilz

Berlin - Tel Aviver Winter sind kalt. Nicht so kalt wie in Berlin oder New York. Aber doch kälter, als man es sich in Mitteleuropa geläufig vorstellt. Besonders nachts – und weil Zentralheizungen hier was für privilegiertere Leute sind. Eine deutliche Erinnerung an die Zeit, als ich 2011 ein knappes Jahr in Tel Aviv verbrachte, ist das nächtliche Zusammenrücken mit israelischen Freunden unter den glühenden Heizpilz-Gestellen der Cafébar „Beta ve Grega“ in Süd-Tel-Aviv. Die standen draußen zwischen den rustikalen Holztischen. Ständig zischten hupende Taxis vorbei. Obdachlose versuchten, ein bisschen von der abstrahlenden Wärme zu erhaschen. Vom Mittelmeer aus legte sich einem ein feiner Salzfilm über die Lippen. Und wir diskutierten – unter den Heizpilzen – über Gott und die Welt. 

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