Funkes neuer Zeitungschef Christoph Rüth soll für die Schließung der Erfurter Druckerei plädiert haben.
Foto: Funke / dpa

Berlin - Ein klein wenig untergegangen ist diese Woche eine Maßnahme der Funke Mediengruppe („Berliner Morgenpost“, „WAZ“, „Hamburger Abendblatt“), die über 200 Menschen den Arbeitsplatz kosten und die Versorgung der Zeitungsleser im Bundesland Thüringen mit aktuellen Informationen erheblich verschlechtern dürfte. Der Zeitungskonzern mit Sitz in Essen hat beschlossen, seine Druckerei in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt zum Jahresende 2021 zu schließen. Etwa 270 Mitarbeiter werden deshalb ihren Job verlieren.

Funke hat in Thüringen – vom Süden des Bundeslandes mal abgesehen – ein Regionalzeitungsmonopol. Die Westdeutschen geben in Gera die „Ostthüringer Zeitung“, in Erfurt die „Thüringer Allgemeine“ und in Weimar die „Thüringische Landeszeitung“ heraus. Die drei Titel sollen künftig in der verlagseigenen Druckerei in Braunschweig gedruckt werden. Das dürfte weitreichende Folgen haben.

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