Berlin - Diese Woche steht unter dem Motto „Einheit“, allen voran die deutsche, die trotz aller Feierlichkeiten tiefe Risse zeigt. Kein Wunder, sagt die Journalistin Daniela Dahn schon lange. Sie hat das Ende der DDR als Gründungsmitglied des „Demokratischen Aufbruchs“ miterlebt und wurde eine der schärfsten Kritikerinnen der Wiedervereinigung. Was eine tatsächliche Revolution hätte werden können, so Dahn, etwas Neues und Besseres, endete als „schlechte Kopie des Westens“.

In ihrem neuen Buch „Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute“ beschreibt sie 30 Jahre Einheit als „feindliche Übernahme auf Wunsch der Übernommenen“. Der politische Prozess verlief, meint sie, zu stark beeinflusst von der alten BRD, zu schnell, unehrlich und respektlos gegenüber einer Gesellschaft, die immerhin einen friedlichen Umsturz der Machtverhältnisse hingelegt hatte.

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