Kitty Solaris im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei.

Foto: Roland Owsnitzki

BerlinWie trinkt man aus einer Bierflasche, während man Mund-Nasen-Schutz trägt? Ich favorisiere ein kurzes Hochklappen der unteren Maskenhälfte. Beim Album-Release-Konzert, das die Berliner Musikerin und Label-Betreiberin Kirsten Hahn alias Kitty Solaris am Sonnabend im Kesselhaus absolvierte, zeigte sich indes, dass die meisten Musiclovers (aktueller Fachjargon für Menschen, die gerne Musik hören), noch weniger Masklovers sind als Ihr bürgerpflichtbewusster Autor. Kaum erklangen die ersten Akkorde, waren die Gesichter des auf distanzierte Sitzgruppen verteilten Publikums frei.

Immerhin ist das Kesselhaus ja ein hoher Raum mit guter Belüftungsanlage; und jene ersten Akkorde der Vorgruppe, über die ansonsten nur gesagt sein soll, dass zwei ihrer vier Mitglieder aussahen wie Statisten aus einem Robert-Rodriguez-Film, waren dergestalt, dass so mancher sich erstmal hastig wieder hinaus an die sichere frische Luft begab, um sich dort mit anderen darüber zu verständigen, dass es dankenswert sei, wenn Veranstalter wie das Kesselhaus unter den aktuellen Bedingungen überhaupt gelegentlich Konzerte ermöglichten.

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