Potsdam/Berlin - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg in Potsdam eröffnet. „Das Jüdische Filmfestival ist eine herzliche Einladung, jüdisches Leben in seiner ganzen Vielfalt kennenzulernen und mitzuerleben“, sagte Woidke am Dienstag beim Auftakt der 28. Festivalauflage im Hans Otto Theater. Das Festival sollte am Abend mit dem Film „Eine Frau“ der Regisseurin Jeanine Meerapfel starten.

Der Film beschäftigt sich mit den Erfahrungen von Meerapfels Mutter Marie Louise im Exil nach der Flucht vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Das Festival widmet Meerapfel, Präsidentin der Berliner Akademie der Künste, eine Hommage mit sieben ihrer 16 Filme.

Das Festival beleuchte die Vielfalt jüdischer Tradition in Geschichte, Gegenwart und Zukunft, sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). „Damit stärkt es in wichtiger Weise das jüdische Leben in Deutschland als ebenso wertvollen wie selbstverständlichen Teil unseres kulturellen Reichtums.“

Unter dem Motto „Jewcy Movies“ zeigt das Festival bis Sonntag 43 Filme und zwei Serien in Potsdam und Berlin. In zwei Wettbewerben werden der beste Spielfilm und der beste Dokumentarfilm mit jeweils 3000 Euro prämiert. Zudem gibt es einen Preis für die Förderung des interkulturellen Dialogs, der mit 2000 Euro dotiert ist, und einen Preis zur Förderung des filmischen Nachwuchses mit einer Dotierung von 1000 Euro.