BerlinMan muss kein Fan von Superheldensagas sein, um zur Kenntnis zu nehmen, dass der amerikanische Verleih Warner Brothers sich dazu entschlossen hat, nach zahlreichen Verschiebungen den Blockbuster „Wonder Woman 1984“ am Weihnachtstag in die amerikanischen (und vielleicht ja auch deutschen) Kinos zu bringen und zeitgleich beim Streamingdienst HBO Max anzubieten. Diese Entscheidung kommt einer Trendwende gleich.

Jason Kilar, der CEO von WarnerMedia, hat sie selbst als Wendepunkt bezeichnet. Er sagte, der Erfolg eines Films dürfe nicht mehr allein nach den Einnahmen an den Kinokassen bewertet werden, sondern auch an der Anzahl von Neuabonnenten bei den Streamingdiensten. „Wonder Woman 1984“ ist also ein großangelegtes Experiment, das die Zukunft Hollywoods und deren Finanzierungsgrundlagen mitbestimmen soll. Wird es gelingen, an beiden Stationen – online und an den Kinokassen – Geld einzunehmen und das saure Pandemie-Jahr wenigstens ein Stückweit zu versüßen?

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