Woody Allen, US-Regisseur und Schauspieler (Archivbild von 2015)
Foto: Tristan Fewings/dpa

New YorkDer amerikanische Filmregisseur Woody Allen und die Filmproduktionssparte von Amazon haben ihren Rechtsstreit um vier geplatzte Filme beigelegt. Allen hatte Amazon im Februar auf mindestens 68 Millionen Dollar (62 Millionen Euro) verklagt, weil der Online-Händler wegen erneut diskutierter Missbrauchsvorwürfe gegen Woody Allen aus den 90er-Jahren den US-Vertrieb des bereits fertiggestellten „A Rainy Day in New York“ abgesagt und die Produktion von drei weiteren vereinbarten Filmen grundsätzlich gestrichen hatte.

Der 83-jährige Regisseur hatte die Klage damit begründet, dass das Unternehmen die Missbrauchs-Vorwürfe gegen ihn, wegen der er nie angeklagt wurde, bei Vertragsabschluss in vollem Umfang gekannt und ihm die genannte Summe als Minimalzahlung garantiert hätte. Teile dieser Klage hatte das Unternehmen zunächst mit dem Hinweis darauf zurückzuweisen versucht, dass Woody Allen in Hollywood zu einem „Paria“ geworden sein, einer Person, mit der niemand mehr etwas zu tun haben wolle, nachdem er im Zusammenhang mit der Harvey-Weinstein-Affäre öffentlich vor einer „Hexenjagd-Atmosphäre“ gewarnt hatte.

Die am Freitag von einem Gericht in New York veröffentlichte Erklärung zur Beilegung des Verfahrens enthielt keine finanziellen Details oder Hinweise auf Ausgleichszahlungen. Der Film „A Rainy Day in New York“, in dem unter anderen Elle Fanning, Jude Law und Selena Gomez spielen, soll am 5. Dezember in die deutschen Kinos kommen. (BLZ/dpa)