Berlin - Und noch etwas Erfreuliches zum Schluss. So langsam scheinen sich die Zwangspausen in diesem Corona-Jahr, in denen die Theater sich so hart wie nie mit der Frage ihrer eigentlichen ästhetischen Essenz konfrontiert sahen, in etwas wirklich Produktives zu verwandeln. In die Ausbildung einer Art vierten Kunstdimension. Einer Hybridkunst, in der sich souveränes Livespiel auf der Bühne mit vorproduzierten Kunstfilmwelten im Überblendungsirgendwo vereint, das zugleich auf einer halb realen Rauminstallation fußt, die zwischen dem Ort des Spiels und dem heimischen PC eine suggestive Brücke schlägt. Ja, auch Theater kann offenkundig streamtauglich sein und dabei doch fast klassisches Theater bleiben. Dem iranischen Regisseur Amir Reza Koohestani ist das mit seiner Büchner-Bearbeitung „Woyzeck Interrupted“ am Samstagabend im DT erstaunlich gelungen.

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