Berlin - Als Roger Waters in einer Denkpause vor der Zugabe einen Zettel aus der Tasche zieht, auf denen er sich ein paar Sätze fürs Publikum aufgeschrieben hat, darf man nicht mit dem Üblichen rechnen. Toll wieder in Berlin zu sein, das ist nicht seine Agenda. In Wien hatte er gegen den Rechtsruck in Europa gewettert, für den er Bundeskanzler Sebastian Kurz mitverantwortlich macht, in Zürich die Schweizer Wohlstandsgesellschaft kritisiert – und stets ging es auch um Palästina. Wo immer Waters dieser Tage auftritt, nutzt er die Bühne, um die Politik Israels gegenüber den Palästinensern in den besetzten Gebieten anzuprangern.

Darauf musste man vorbereitet sein. Vor dem Konzert hatte ein Grüppchen Aktivisten am Halleneingang Flyer verteilt. „Lieber Roger Waters“, steht da geschrieben, „wir, Deine Fans von BDS Berlin, freuen uns darüber dass Du mit uns zusammen für die Rechte der Palästinenser*innen einstehst...“

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