Berlin - Xinyi Cheng war im Dezember zwar am richtigen Ort, so wie sie es sich so sehr gewünscht hatte. Aber zur falschen Zeit. Der Lockdown. Die junge Chinesin aus Wuhan, der Stadt, von der aus die Corona-Pandemie ihren zerstörerischen Feldzug mit ungebremster Verteilung über die ganze Welt begann, hatte in der Nationalgalerie und deren Haus Hamburger Bahnhof ihren Ausstellungstermin für den zweiten Advent 2020 aufgebaut. Doch das Berliner Museum ist geschlossen, wie alle Museen.

Zuvor hatte die Malerin den begehrten Baloise-Kunstpreis gewonnen. Der ist verbunden mit einer Ausstellung und einer Schenkung an die Nationalgalerie Berlin. Die Baloise Group, eine Versicherung mit Sitz in Basel, zählt zu den großen Förderern internationaler junger Kunst. Und so kam es zu Xinyi Chengs Ausstellung mit dem rätselhaften Titel „Horse with Eye Blinders“ – und der ebenso rätselhaften Bild-Gabe an die Sammlung der Nationalgalerie. Der geheimnisvolle geschenkte Gaul ist vorerst samt aller anderen 30 Gemälde nur online zu sehen. Bald aber, so viel Zuversicht muss sein, an der Museumswand.

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