Köln - „Das ist unmenschlich“ – so äußert sich der Youtuber „Mert“ gegenüber Schwulen. In einem „Statement“-Video auf seinem Kanal hetzt Mert Eksi regelrecht gegen Homosexualität. Sein Netzwerk konnte und wollte das nicht unterstützen – und entließ ihn mit sofortiger Wirkung. 

Sein ehemaliger Arbeitgeber äußerte sich ebenfalls durch ein Statement zu dem Skandal. „Wir verabscheuen jegliche Art von Hetze, Hass und Gewalt.“, schrieb Divimove in einem Facebook-Post.

Der 20-Jährige erreicht mit rund 700.000 Abonnenten eine große, zum Teil sehr junge, Fangemeinde mit seinen bisweilen herabwürdigenden Aussagen. Unbedingt neu sind seine homophoben Äußerungen jedoch nicht: Schon in vorherigen Videos äußerte sich der Online-Promi abfällig über homosexuelle Personen. Das Skandal-Video wurde von Youtube aus dem Netz genommen.

Eksi legt nach

Nach Sperrung seines Beitrags hat Eksi am Dienstag ein weiteres Statement auf Youtube hochgeladen: Er äußert sich zu seinen vorherigen Aussagen und merkt an, dass die schwulen feindlichen Bemerkungen „nichts Neues“ seien. „Ich habe Angst, dass ich angeschossen werde, nur weil man was gegen Schwule sagt“, klagt der Rapper. An anderer Stelle hingegen feixt und lacht er.  Er sei erfreut wegen der medialen Aufmerksamkeit für seine Person. Es freue ihn, dass jeder jetzt Bescheid wisse, wenn er ein Video hochlädt. Trotz der überraschend großen Unterstützung seiner Follower könnte das Video ein gravierender Fehler für Eksis Karriere gewesen sein. Sollte eine Firma in Zukunft nach einem derartigen Hetz-Video mit dem Youtuber zusammen arbeiten wollen, müsste diese sich unweigerlich mit der Vergangenheit Ekis auseinandersetzen. Noch in diesem Jahr wird Eksi ein Rap-Album veröffentlichen. In seinen schon bekannten Singles waren keine auffälligen Anfeindungen gegen Schwule zu hören. (jkü)