Stefanie Reinsperger als Postenkommandantin Franziska Heilmayr und Manuel Rubey als leitender Kommissar Martin Merana in einer Szene des Films „Das dunkle Paradies“.
Foto: dpa

Drei Minuten lang schwebt die Kamera ohne Schnitt, erhebt sich von den Wellen des Zeller Sees, gleitet durch ein mondänes Hotel hinaus in den abendlichen Trubel – und am nächsten Morgen wieder zurück zum See. Die blonde Frau, die am Abend noch unterwegs war, liegt nun nackt und tot im Wasser. Die Szenerie wirkt ganz und gar nicht ländlich, dabei gehört dieser Film zu der Reihe der „Landkrimis“, die ORF und ZDF seit Jahren in Österreich produzieren.

Anders als viele Krimireihen im ZDF, die regional sein wollen, aber nur provinziell wirken, besitzen die Landkrimis fast immer ein gewisses Etwas, sind schräger, überraschender und spielen oft mit einem politischen Hintergrund. Wenn in deutschen Filmen Politiker als verdorben und korrupt gezeichnet werden, wirkt es schnell aufgesetzt und populistisch. In Österreich aber sind diese Unterstellungen quasi Standard: Der Skandal um die Strache-Videos auf Ibiza hatte ja vorgeführt, dass die Realität mitunter sogar noch abgedrehter ist als im Film.

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