Der Film stand schon Ende März in den Programmzeitschriften. Doch das ZDF beschloss, das Drama aus dem Programm zu nehmen. Die aktuelle Lage schien zu dramatisch. Das wirkt aus heutiger Sicht eher seltsam. „Ein Dorf wehrt sich“ basiert auf dem Geschehen von Ende April/Anfang Mai 1945 in einem Dorf in der Steiermark. Im Salzbergwerk Altaussee hatten die Nazis Raubkunst aus ganz Europa zusammengetragen, die in einem „Führermuseum“ in Linz präsentiert werden sollte. Kurz vor Kriegsende wollte Gauleiter August Eigruber das Bergwerk sprengen und fluten lassen, um die Werke von Michelangelo und Co. nicht in die Hände des Feindes fallen zu lassen. Dagegen wehrten sich sowohl die Salinenleitung und die Bergleute als auch der SS-Führer Ernst Kaltenbrunner, Chef des „Reichssicherheitshauptamtes“, der auf einen Deal mit den vorrückenden Amerikanern spekulierte.

Das Duell der Nazigrößen wird im Film von Gabriela Zerhau (Buch und Regie) als Schreikampf am Telefon vorgeführt: Philipp Hochmair macht seinen Gauleiter Eigruber zur Karikatur eines fanatischen Obernazis, während Oliver Masucci, der in der Verfilmung von „Er ist wieder da“ den Führer in der Jetztzeit gespielt hatte, als Kaltenbrunner einen diabolischen Blick aufsetzen darf.

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