Berlin - Die letzte Sendung des „Philosophischen Quartetts“ läuft am 13. Mai, wie der Sender am Montag in Mainz mitteilte. Die Philosophen und Moderatoren Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski diskutieren in der 63. Ausgabe der Sendereihe mit ihren Gästen über das Thema „Die Kunst des Aufhörens“.

Für Herbst plant das ZDF ein neues Format mit dem Philosophen und Publizisten Richard David Precht. Dieses solle sich formal und inhaltlich vom „Philosophischen Quartett“ unterscheiden. Das Konzept werde nun entwickelt.

„Das Philosophische Quartett“ wurde seit 2002 an sechs Sonntagabenden im Jahr nach 23.30 Uhr ausgestrahlt. Die Gastgeber Sloterdijk und Safranski diskutierten mit je zwei Gesprächspartnern „Grundsatzfragen“ der Gesellschaft. Mit „den beiden Spitzenphilosophen“ sei eine „unverwechselbare Marke im Kulturfernsehen“ gesetzt worden, sagte Peter Arens, Leiter der Kultur und Wissenschaft im ZDF. „Es ist nun aber doch die Zeit gekommen, dass wir im Zeichen des Wandels im ZDF nach zehn Jahren neue Wege gehen wollen.“

Die Sendereihe war im Januar 2002 gestartet. In der Premierensendung wurde mit Bergsteiger Reinhold Messner und dem Theologen Friedrich Schorlemmer über das Thema „Angst - Warum es keine Sicherheit gibt“ debattiert. Zu Gast in dem Format waren zudem unter anderen Richard von Weizsäcker, Joschka Fischer, Monika Maron, Volker Schlöndorff, Martin Walser, Joachim Fest, Giovanni di Lorenzo und Juli Zeh. Die Themenpalette reichte vom Irak-Krieg über die Bankenkrise bis zur Rolle des Papstes.

Die Sendung wurde seit dem Start zunächst in Dresden aufgezeichnet. Seit Sommer 2003 war Wolfsburg der Sendeort. Seit April 2011 wurde „Das Philosophische Quartett“ aus Berlin gesendet. (dapd)