BerlinIch stelle mir das so vor: Sie sitzen gerade am Küchentisch und lesen Ihre Zeitung. Die Seiten rauschen beim Blättern, die Farbe riecht streng, aber vertraut, Sie entdecken Neuigkeiten, die Sie nie gesucht hätten. Ihr täglicher Packen Papier versorgt Sie mit Nachrichten, Argumenten und Inspiration, verbindet Sie mit der Welt da draußen vor dem Küchenfenster, macht Sie zu einem denkenden Zeitgenossen. Ihre Zeitung gehört zur Familie.

Nun erlaubt mir die Berliner Zeitung hier, während ihres Frühstücks sozusagen, über die Zukunft des Journalismus nachzudenken. Das ist paradox. Denn ich habe nur eine leise Ahnung, wie die Zukunft des Journalismus aussieht. Ich bin mir allerdings sicher: Sie wird nicht in einer gedruckten Tageszeitung stattfinden. Nicht alle, die Zeitungen lieben, wissen, wie schlecht es um die Presse steht. Zeitungsleser sterben aus. Fast die Hälfte von ihnen sind heute über 60 Jahre alt, jünger als 30 sind nur acht Prozent. 27 Millionen Zeitungsexemplare gab es in Deutschland kurz nach der Wende, heute sind nur 12,5 Millionen übrig. Jahr für Jahr geht es schneller bergab.

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