Wer als Internetnutzer in der Türkei versucht, eine Wett- oder Pornoseite zu öffnen, wird von den türkischen Sittenwächtern zuverlässig gestoppt. Ähnlich ist es mit politischen Anstößigkeiten: Hier sorgen Ankaras Zensoren für ein weitgehend minderheiten-, vor allem kurdenfreies Netz. Zur Rechtfertigung der drakonischen Netzkontrolle bezieht sich die türkische Regierung oft auf den berüchtigten Artikel 301 des Strafgesetzbuches, der „die Beleidigung des türkischen Volkes, der Republik und die Regierung“ unter Strafe stellt. Zensur sei außerdem nötig aus Fürsorge für die Bürger.

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