Mit dem Titel „Zonenmädchen“ haben diese fünf Freundinnen so viel zu tun, wie die frisch gefangene Sardine mit der Büchse, in der sie später zur Fischmahlzeit wird: Nichts. Beides sind Verkaufsvehikel. „Zonenmädchen“ führt überdies in die Irre, denn den Begriff „Zone“ würden diese jungen Frauen nie im Leben auf sich bezogen haben, im Gegenteil. Er fällt auch nicht in dem Film. Wer hat denn in den Achtzigerjahren, als diese 1971 oder 1972 geborenen Mädchen zur Schule gingen, noch abwertend von Zone gesprochen? Nicht mal die Bild-Zeitung. Und diese fünf waren selbstbewusste, strebsame, erfolgreiche Abiturientinnen in Dresden. Aus dem Tal der Ahnungslosen, wie betont wird. Aber hat die Tatsache, dass in dieser „ahnungslosen“ Gegend kein West-Fernsehen empfangen werden konnte, die Sehnsucht nach dem Ende der DDR gedämpft oder verstärkt? Dem wird nicht nachgegangen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.