Zora Neale Hurston.
Foto: imago images/ZUMA Press

Berlin - „O Gott, wusst ich‘s doch, du bist‘s, die mich ruft. Sonst ruft niemand meinen Namen von drüben überm Wasser, nur du.“ Als Zora Neale Hurston, die bedeutende Schriftstellerin, Volkskundlerin und Anthropologin im Sommer 1927 vor dem Häuschen von Cudjo Lewis steht und ihn bei seinem afrikanischen Namen, Kossula, nennt, reagiert er mit Freudentränen darauf, dass sie mit ihm spreche wie in „Afrikaland“.

Es sind die Jahre der „Harlem Renaissance“ in New York, Jahre der Blüte und des erstarkenden Selbstbewusstseins afroamerikanischer Kultur. Die in New York lebende Künstlerin Hurston ist beauftragt, den bekanntermaßen letzten amerikanischen Sklaven aufzusuchen und zu befragen, nicht zuletzt zu den Abläufen des letzten großen Sklaventransports von 1859. Kossula-Cudjo ist 86 Jahre alt und glücklich über das Interesse an seiner Geschichte: „Danke, Jesus! Dass jemand kommt und nach Cudjo fragt!“

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