Am Montag feiert Zubin Mehta seinen 83. Geburtstag. Man kann nicht sagen, dass man ihm sein Alter nicht ansieht – aber dennoch: Was für ein Mann! Wie viel Stil zeigt am Donnerstag  allein der langsame Auftritt mit dem schwarzen Gehstock und die dezente Nichtbeachtung des Publikums. Kaum hat er den Gehstock mit dem Taktstock vertauscht, noch nicht sich auf dem bereitgestellten Stuhl auf dem philharmonischen Podium niedergelassen, hat er den Auftakt zu Verdis „Otello“ schon gegeben – und damit einen Sturm ausgelöst.

Die Partitur bleibt im ersten Akt geschlossen. Das ist auch kein übermenschliches Wunder, schließlich haben er und die Berliner Philharmoniker eine Serie von vier Aufführungen in Baden-Baden hinter sich, inszeniert von Robert Wilson. Aber es fügt sich ins Bild einer imperialen Souveränität, die ihresgleichen sucht.

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