Eines von Jasper Johns' Flaggen-Gemälden (Ausschnitt)
Eines von Jasper Johns' Flaggen-Gemälden (Ausschnitt)
Foto:  Imago/Ray Tang / MOMA/VG BIldkunst Bonn 2020

Berlin - Man wird Jasper Johns nicht gerecht, wenn man ihn und sein Werk unter dem Stichwort Pop Art ablegt. Dabei hat kaum jemand die amerikanische Nachkriegsavantgarde derart geprägt wie der Maler, Plastiker, Bühnen- und Kostümbildner. Johns war Weggefährte von Eigenbrötlern wie John Cage und dem Tänzer Merce Cunningham, eng war auch der Kontakt zu Marcel Duchamp. Dessen Versuche, visuelle Erinnerungen von einem Objekt zum nächsten zu übertragen, nahm auch Johns auf. Zusammen mit seinem Freund Robert Rauschenberg trat er in Opposition zum übermächtigen abstrakten Expressionismus. Auf Jackson Pollocks „Drippings“ etwa reagierte er mit „Willkürtaten“, indem er sarkastische Schwarzweißbilder dagegensetzte.

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