Kennen Sie die Raumnetze auf Spielplätzen und in Freizeitparks? An einem Mast aufgehängt und an den Ecken fest und mit Spannschlössern im Boden verankert, stehen sie heute in mehr als 50 Ländern. Kleine und größere Kinder klettern wippend und hüpfend nach oben, ruhen oder schaukeln im Inneren der Netze. Mit sichtlicher Freude entwickeln sie dabei Körpergefühl und Balance. Die Stahlseile der Netze tragen ganze Schulklassen. Produziert wurden sie seit 1971 von einem winzigen Westberliner Start-up, wie man heute sagen würde.

Die Ideen und technischen Details zu diesem Spielgerät entwickelte Conrad Roland. Er wohnte damals in Berlin-Grunewald und ließ 1970 die ersten Netze von der alteingesessenen Seil-Firma Günther Lusche in Schöneberg fertigen. Dank des Erfolgs gründete er bald sein Unternehmen Corocord. Wohlhabend geworden, verkaufte er es 1985 und zog mit seinem Partner nach Holualoa auf Hawaii. Vor zwei Wochen ist er dort im Alter von 86 Jahren sanft gestorben. Aktiv blieb er bis zuletzt.

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