Harry Kupfer (1935–2019) während der Proben zu seiner letzten Inszenierung an der Komischen Oper im Frühjahr 2019.
Foto: dpa/Soeren Stache

Berlin - Die Arbeit des Opernregisseurs Harry Kupfer war immer umstritten. Das betrifft beispielhaft seinen „Fliegender Holländer“, den er 1978, als 42-Jähriger, für die Bayreuther Festspiele inszenierte. Eine einzige Idee des Regisseurs änderte die Akzente in Wagners erstem Meisterwerk entscheidend, und Kupfer vermochte sie konsequent zu inszenieren: Das Stück war nun nicht mehr die Tragödie eines verfluchten Seereisenden, der eine Frau sucht, die ihn erlöst. Kupfer schuf das Psychogramm der einsam-sensiblen Senta in einem Dorf voller Flachköpfe, die aufgrund der tradierten Legende vom Fliegenden Holländer die fixe Idee entwickelt, einen Mann retten zu müssen, um sich selbst aus ihrem grauenvollen Leben zu erlösen. Das Stück wurde zu Sentas Traum.

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